„Momentanbeschäftigen sie uns parallel“

Nach der Entscheidung der Staatsregierung vom Donnerstag: Wirtschaftsverband plant mit Christkindlmarkt
und Tillymarkt

Altötting.ür den Kirta ist es natürlich zu spät. Der wäre, wie alle anderen Volksfeste es nun wieder sind, nach den aktuellen Corona-Vorgaben erlaubt. Als vor einem Vierteljahr die Weichen gestellt wurden, war daran aber kein Denken – der Kirta wurde wie schon derjenige im Jahr 2020 abgesagt. Anders als das Herbstvolksfest, das im Normalfall gerade in diesen Tagen auf dem Dultplatz gefeiert würde, sieht es mit anderen Großveranstaltungen des Wirtschaftsverbandes Altötting aus. Nach dem Kabinettsbeschluss vom Donnerstag sind nun, wie berichtet, nicht nur Volksfeste wieder möglich, sondern auch Weihnachtsmärkte. Das bedeutet grünes Licht für den Altöttinger Christkindlmarkt – und für den Tillymarkt ebenso. Beide Märkte will der Wirtschaftsverband durchführen, wie Vorsitzende Christine Burghart gestern auf Nachfrage des Anzeigers sagte. Bei Null starten die Überlegungen nicht. Die Planungen sind, wenn auch nicht im Detail, längst angelaufen, bestand doch stets die Hoffnung, dass sich die Lage entsprechend entwickeln und die Durchführung möglich werden würde. Für den nun eingetretenen Fall wollte man grundsätzlich gewappnet sein, denn aus dem Stand etwas auf die Beine zu stellen, sei wesentlich schwieriger, als Selbiges mit Vorlauf zu tun, so Burghart. Kommende Woche wird es eine Besprechung des Christkindlmarkt-Teams geben, dem neben der zuständigen Referentin des Wirtschaftsverbandes, Eva Kilwing, auch noch dessen stellvertretender Vorsitzender Stefan Burghart und Christian Wieser sowie seitens der Stadt Ulrike Kirnich angehören. Bei dieser Gelegenheit soll es um die Details gehen, unter anderem darum, wie es um die 3G-Regel bestellt ist. Sollte diese auch für Märkte zur Anwendung kommen müssen, könnte sich das als Problem erweisen, denn anders als bei Märkten mit kontrolliertem Zugang wäre diese auf dem Kapellplatz nur schwerlich umzusetzen. „Das könnte uns ausbremsen“, sagt Christine Burghart. Man sei diesbezüglich und auch in allen anderen relevanten Fragen mit dem Landratsamt in Kontakt. Dass diese Besprechung nicht schon früher abgehalten worden ist, begründet die Vorsitzende damit, dass man die neue Infektionsschutzmaßnahmenverordnung habe abwarten wollen. Eine oder zwei Wochen vorher noch auf anderer Grundlage etwas in die Wege zu leiten, habe man nicht für zielführend gehalten. Tatsächlich aber ist die aktuelle Version der Verordnung, die inzwischen 14. noch immer gültig, sie wurde bis 29. Oktober verlängert. Für den Christkindlmarkt hat das keinen endgültigen Charakter, findet dieser doch erst im Advent statt. Und nicht einmal der Tillymarkt fällt in diesen Zeitraum. Er findet entweder am ersten Sonntag im November statt oder wie heuer, da der Oktober fünf Sonntage hat, auf dessen letzten, also auf den 31. Oktober. Weil der Tillymarkt, der plangemäß mit einem verkaufsoffenen Sonntag einhergehen soll, damit deutlich näher liegt als der Christkindlmarkt, sind die Planungen auch für ihn bereits angelaufen. „Momentan beschäftigen sie uns beide parallel“, sagt Christine Burghart – der Tillymarkt, „weil’s schon pressiert“, und der Christkindlmarkt, weil er wesentlich aufwendiger zu organisieren ist und einen entsprechend langen Vorlauf braucht. − sh

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